Aktuelle Neuigkeiten: Strassenmusik in der Schweiz

Man hört, dass es eine Goldgrube sei, Strassenmusiker in Bern zu sein. Dies gilt nicht für alle Orte in der Schweiz, denn es gibt für Straßenmusiker feste Regeln für ihren Auftritt. In Bern gibt es jährlich ein Strassenmusiker Festival, das an vier Tagen mehr als 40 Bands aus fast zwanzig verschiedenen Ländern empfängt. Strassenmusik kann durchaus attraktiv sein: So können in einer Stunde schon mal mehr als 120 Franken verdient werden.

Allerdings müssen sich die Musiker an folgende Regeln halten: Die Spielzeit pro Tag beträgt 7 Stunden. Es gibt bestimmte Gassen, in denen gespielt werden darf. Öffentliche Plätze wie Bahnhofsvorplätze dürfen nicht mit Strassenmusik bespielt werden. Ergänzend gibt es noch ein Sonntags-Spielverbot.

Die Regeln in Zürich sind etwas anders: Ein beliebter Spielort dort ist das Seeufer. Man darf zwar von morgens bis abends Musik machen, am Wochenende sogar bis 23 Uhr, aber die maximale Dauerspielzeit beträgt 20 Minuten.

Es gibt sogar Schweizer Städte, die ein Casting veranstalten, bevor Straßenmusiker eine Spielgenehmigung bekommen. Besonders an der Schweiz ist, dass es Strassenmusikern nicht erlaubt ist, mit Verstärker zu spielen sondern nur unplugged.

In Basel, sagt man, seien die Regeln etwas schwammig, so dass ab und an die Polizei aufläuft. Es ist auf jeden Fall verboten, an öffentlichen Haltestellen Musik zu machen. Man darf auch nicht irgendwann beginnen, sondern nur zur ganzen Stunde. Länger als eine halbe Stunde darf nicht gespielt werden und es darf nicht zu nah an anderen Musikern gespielt werden. Die längste Spielzeit beträgt sechs Stunden und es sollte auf die Lautstärke geachtet werden.

Also insgesamt muss man sagen, dass sich die Schweiz gut um ihre Strassenmusiker kümmert, weil es auch den Musikern zugute kommt, wenn der Ablauf ihrer Strassenmusik formal geregelt ist. Die Spielzeiten für Strassenmusiker sind zwar nicht lang, dafür können sie aber beliebig oft den Platz wechseln.

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